AKTUELLES

10.03.2017

Qualität durch ständige Fort- und Weiterbildung

Die Kanzlei Wagner freut sich, mitteilen zu können, dass Frau Rechtsanwältin Nawrocki von der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf  die Befugnis zum Führen der Bezeichnung Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht 
verliehen wurde.
Nach langjähriger Spezialisierung auf den Bereich des Miet- und Wohnungseigentumsrechts konnte sie damit besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen auf diesem Rechtsgebiet nachweisen.
 

16.11.2016

Bei allen Fragen zur Trennung und Scheidung - fragen Sie den Fachanwalt für Familienrecht!

Hat jemand den Trennungsentschluss gefasst oder zieht eine Trennung in Erwägung, werden ihm zunächst unzählige Fragen im Kopf umherkreisen: Auch Scheidung? Wie steht es mit Unterhalt?  Was wird aus den Kindern? Wer muss ausziehen?

Ein wichtiges Thema ist der Unterhalt, der einem stetigen Wandel unterliegt.

Bei Kindesunterhalt ist die Düsseldorfer Tabelle in der Regel maßgebend. Die Höhe des Unterhalts orientiert sich am Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen - so weit, so gut. Jedoch gehen viele von einem falschen unterhaltsrelevanten Einkommen aus, berücksichtigen Abzüge nicht, die zugunsten des Unterhaltspflichtigen wirken. Auch ist oft unbekannt, dass eine Ab- und Aufstufung möglich ist, wenn mehr oder weniger als zwei Unterhaltsberechtigte vorhanden sind.

Auch die Regelungen des Ehegattenunterhalts haben in den vergangenen Jahren Veränderungen erfahren. Zunächst wurde im Jahre 2008 die Selbstverantwortung nach Scheidung normiert, später wurde von der Rechtsprechung und Gesetzgebung wieder zurückgerudert und klargestellt:

Es gibt Umstände in einer Ehe, die die eheliche Solidarität auch nach Scheidung aufrechterhalten, z.B. die lange Ehedauer.

Ein weiterer besonders wichtiger und oft unterschätzter Aspekt ist zudem die Altersvorsorge.

Gerade wenn die Ehegatten im Vertrauen auf den Fortbestand der Ehe zusätzlich zur gesetzlichen Rente oder gar anstelle dieser Vermögen zur gemeinsamen Altersabsicherung gebildet haben, ist es wichtig, dass eine Gesamtbetrachtung erfolgt. Über die Aufteilung der Güter sollte auf Augenhöhe verhandelt werden. Der Fachanwalt ist Ihr Berater über Rechte, Pflichten, Möglichkeiten und Gefahren bzw. Konsequenzen des beabsichtigen Handelns.

Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, haben meist Auswirkungen für den Rest des Lebens. 

25.08.2010

BGH erleichtert Mieterhöhungen für Vermieter

Mit zwei aktuellen Urteilen stärkt der Bundesgerichtshof die Rechte der Vermieter auf dem sonst eher mieterfreundlichen Gebiet des Wohnraummietrechts. Zur Erhaltung der Wirtschaftlichkeit einer Immobilie sind Mietzinserhöhungen im angemessenen Rahmen zulässig. Diese können nunmehr einfacher und oftmals günstiger durchgesetzt werden.

Begehrt ein Vermieter eine Mieterhöhung, muss er diese ordnungsgemäß begründen. Er kann sich hierbei insbesondere auf einen Mietspiegel, eine Auskunft einer Mietdatenbank, ein Sachverständigengutachten oder auf Miethöhen vergleichbarer Wohnungen beziehen.

Die Bundesrichter entschieden im Mai 2010, dass das Erhöhungsverlangen zukünftig auch auf Begründungsmittel gestützt werden darf, die sich nicht auf das konkrete Objekt beziehen.

Der Vermieter kann z.B. auch mit sog. Typengutachten argumentieren. Dabei handelt es sich um Gutachten die auf Grundlage anderer, jedoch nach Größe und Ausstattung ähnlicher Wohnungen erstellt worden sind. Es reicht somit aus, wenn der Sachverständige beispielsweise eine von zehn vergleichbaren Wohnungen des Vermieters begutachtet. Der Vermieter hätte bislang auf eigene Kosten für jede Wohnung ein gesondertes Gutachten einholen müssen.

Weiter ist seit Juni 2010 auch die Heranziehung des Mietspiegels einer Nachbarstadt zulässig, sofern eine Gemeinde nicht über einen Eigenen verfügt. Vorausgesetzt wird, dass die Städte hinsichtlich der Mietpreise vergleichbar sind.

Zu beachten ist, dass an eine vermieterseitige Mieterhöhungserklärung - wie z.B. auch an eine Kündigung eines Mietverhältnisses oder eine Abmahnung des Mieters - vom Gesetzgeber hohe Wirksamkeitsanforderungen gestellt werden. Stets sind insbesondere Fristen einzuhalten, aber auch der Inhalt der Begründung sowie die vorgeschriebene Form sollten nicht unterschätzt werden, um nicht unnötig Zeit und Geld zu verlieren.